Malina, auch bekannt als Maulbeere oder Schlehe, gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine der ältesten Fruchtbaumarten der Welt. Ihre Heimat ist Eurasien, wo sie in warmen Regionen seit Jahrtausenden angebaut wird. Malinafrüchte werden aufgrund ihrer vielfältigen Nährstoffe und medizinischen Eigenschaften geschätzt.
Überblick und Definition
Die Pflanze hat etwa 10 bis 15 Meter hohe Bäume oder Sträucher mit einer weiten, breitovalen Krone. Die Blätter sind ovalförmig, unbehaart und haben eine glatte Oberseite sowie eine leicht behaarte Unterseite. Am Ende Malina der Zweige sitzen kleine, rötliche Blüten, die sich zu roten Beeren entwickeln.
Die Frucht ist klein, rundlich geformt und besitzt ein gelbes Fleisch mit vielen Samen. Malina wird wegen ihres reichen Vitamin-C-Gehalts geschätzt und kann als Tee oder in verschiedenen Getränken verwendet werden.
Anbau- und Verbreitungsgeschichte
Malina stammt aus Asien, wo sie seit Jahrtausenden angebaut wurde. Der Pflanzenname ‘Maulbeere’ kommt von lateinisch ‘malum’, was Apfel bedeutet, da die Früchte klein und oval sind. Malina ist eine wichtige Nahrungsmittelquelle in vielen Regionen des alten Continents.
Mit dem Ausbau der römischen Verkehrswege breitete sich ihre Kultur bis nach Nordafrika und Sizilien aus. Die Pflanze war auch unter den Arabern bekannt, die ihr Baumgut über das Mittelmeer hinweg verpflanzten. Im 16. Jahrhundert brachten Europäer Maulbeeren als Zier- und Fruchtbaum nach Europa.
Eigenschaften und Inhaltsstoffe
Malina enthält mehrere wichtige Stoffe, wie Vitamin C (300–400 mg pro 100 g), Kalium (1200–1500 mg/100g) und eine Reihe von Flavonoide. Der Stiel der Blätter ist reich an Tanninen, die auch als giftigeres Alkaloid bezeichnet werden.
Der Holzbestand des Baumes wird für verschiedene Zwecke genutzt: Holzmühlen herstellen daraus Werkzeugen und Schieferplatten sowie Wirtschaftlich verarbeitete Produkte. Die Zwiebel ist ein gutes Nahrungsmittel, in der medizinischen Forschung wird es ebenfalls angewendet.
Inhaltsstoffe von Malinafrüchten
Die Frucht enthält verschiedene Stoffe und Substanzen:
- 300-400 mg pro 100g Vitamin C
- Kaliumgehalt: 1200 – 1500mg/100 g
- Flavonoide wie Kaempferol, Quercetin und Isoflaven
- Tannine im Stiel der Blätter
Medizinische Anwendung
Malinafrüchte haben medizinischen Wert aufgrund ihres reichen Vitamin-C- und Kaliumgehalts. Die Frucht gilt auch als antimikrobielles Mittel.
In Forschung wird Malinas Tee zur Behandlung von verschiedenen Krankheiten verwendet, darunter der Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Studien sind noch nicht abgeschlossen; die Daten aus ihnen erweisen jedoch eine positive Auswirkung des Tees auf Blutdruck und Fettstoffwechsel.
Ergänzende Aspekte
Zusätzlich zu der medizinischen Anwendung hat Malina auch einen kulinarischen Wert, besonders in südlichen Ländern. In Korea wird sie für das traditionelle Getränk “Kombucha” verwendet; da dort der Vitamin-C-Gehalt so hoch ist.
Die Pflanze wird auch als Schattenbaum angepflantzt, wobei manche Bauern einen anderen Zweck daraus machen – es gibt Fälle von Malina-Bäumen in Stadtgebieten und Gärten. Dies ist jedoch nicht zu empfehlen, da die Frucht bitter schmeckt.
Zum Schluss
Malina oder Maulbeere ist eine wertvolle Pflanze mit medizinischen Anwendungen und einem hohen Inhaltsstoffgehalt an Vitamin C und Kalium sowie Flavonen. Der Baum kann für seinen Holzbestand, die Zwiebel als Nahrungsmittel und verschiedene andere Verwendungszwecke dienen.
Die wichtigste Rolle der Pflanze besteht jedoch darin, eine wichtige Quelle von Nährstoffen für den menschlichen Körper zu sein. Das bedeutet auch ein guter Beitrag zur Gesundheit.